An der Delegiertenversammlung vom November 2019 verabschiedeten die Delegierten die Resolution “Gemeinsam den Wandel möglich machen”. Diese unterstreicht das Engagement der Bio-Bauernfamilien für eine ökologischere Landwirtschaft und fordert die Konsumentinnen

Die Biodiversität in der Schweiz ist in einem unbefriedigenden Zustand. Die Qualität und Flächen von wertvollen Lebensräume nehmen laufend ab. Heute sind nicht nur knapp die Hälfte der Lebensraumtypen in der Schweiz, sondern auch die Hälfte aller beurteilten einheimischen Arten bedroht oder potentiell gefährdet. Hauptgründe für den Biodiversitätsverlust sind die Zersiedelung, die intensive Nutzung von Böden und Gewässern, die Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten sowie der hohen Pestizid- und Stickstoffeinträge aus der Landwirtschaft.

Ein konventioneller Betrieb muss gegenüber dem Wald oder Gewässern Pufferstreifen von mindestens drei Metern anlegen, auf denen er keine Pflanzenschutzmittel einsetzen darf. Gegenüber Bio-Feldern ist er zu dieser Vorsichtsmassnahme nicht

Sauberes Trinkwasser ist heute nicht mehr selbstverständlich, denn die Grundwasservorkommen weisen zunehmend Verunreinigungen auf, die mehrheitlich aus der Landwirtschaft stammen. Zu diesem Schluss gelangt der Bericht der Nationalen Grundwasserbeobachtung NAQUA. Biobetriebe setzen keine chemisch-synthetischen Pestizide in die Umwelt frei. Bio ist darum eine Lösung.

Was wäre, wenn die Schweiz ein Bio-Land würde? Dann würden auf über 93 Prozent der Landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz keine Pestizide mehr eingesetzt. Das zeigt eine Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL).

Pestizide sind überall, auch ausserhalb der Orte, an denen sie eingesetzt werden. Sie werden mit Staubpartikeln, als mikroskopische Tröpfchen oder als Gase weit verbreitet. Man findet ihre Rückstände in Baumrinden,

Chemisch-synthetische Pestizide sind in vielen Gewässern und Böden nachweisbar. Sie gelangen über die Nahrung auch in den Menschen. Der Biolandbau verzichtet darauf und setzt stattdessen auf robuste Sorten, eine gute Fruchtfolge, die Vielfalt der Natur mit ihren Nützlingen sowie auf umweltverträgliche Hilfsstoffe.

Dürfen auf einer Kuhalp Pestizide eingesetzt werden? Antwort: Ja. Diese Antwort dürfte die meisten überraschen. In den Schweizer Sömmerungsgebieten dürfen unerwünschte Pflanzen mit Herbiziden totgespritzt werden. Bio Suisse setzt sich für ein generelles Verbot in den Sömmerungsgebiet ein.